Installation von Video-Sicherheits-Systemen

Aktualisiert: 06.01.2019    Autor: Torben Vanselow über den Autor

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Autor: Torben Vanselow
War bisher u.a. tätig bei Mobotix AG, Prosegur GmbH, Ideal CCTV LTD (Schottland) u.a. in Position / Verantwortung: Projektkoordinator Videoüberwachung (VÜA), Hauptverantwortliche Fachkraft VÜA (BHE), Fachplaner VÜA (BHE) jeweils deutschlandweit. Referent für technische Seminare VÜA und BDM VÜA Deutschland-Mitte. Geschäftsführer.

Inhaltsverzeichnis:

Installation einer Videoüberwachung?

Sie haben sich also für die Installation einer Videoüberwachung entschieden? Wunderbar - unabhängig davon für welche IP-Kameras Sie sich entscheiden - wir geben Ihnen die Grundlagen und das "Know-How" mit auf den Weg.


Leitungsnetz (Verkabelung)

Stellen Sie sich das Netzwerk, welches Sie aufbauen wollen, wie einen Stern vor. Das heißt, alle Leitungen starten an einem zentralen Punkt und laufen von dort aus zu den Kamera Positionen. Dieses Herzstück ist bei IP-Videosystemen der PoE-Switch. Was ist ein PoE-Switch? Denken Sie einfach an eine Steckdosenleiste/Verlängerung - Sie benötigen für Ihre Elektrogeräte zu Hause nur eine freie Steckdose, um mit dieser trotzdem mehrere Geräte anschließen zu können. 

Netzwerke einfach immer sternförmig verkabeln 

Genauso funktioniert ein PoE Switch - er benötigt nur eine Buchse am Router (Fritz.Box oder Telekom Router etc.) und stellt dann viele Buchsen zur Verfügung. PoE steht für den englischen Begriff "Power over Ethernet" und sagt ganz einfach aus, dass nicht nur die Daten (Video-Signal), sondern auch gleich die Spannung (Strom) mit über ein und die selbe Leitung geschickt werden. Das ist ganz wunderbar, denn so benötigen wir wirklich nur eine Leitung (ein Kabel) für jede Kamera. Mit den früheren Systemen war dies nicht so leicht.

 Lassen Sie Elektrische Anschlussarbeiten nur von einem eingetragenen Unternehmen aus dem Elektrohandwerk vornehmen 

PoE Switch - Ein Switch der auch Elektrische Versorgung übernimmt

Schließen Sie einen Port (Buchse) mittels eines Patch-Kabels, oder einer Kategorie 5, 6, oder 7 Leitung an Ihren Router an. Sie benötigen eine freie 230 V Steckdose für das Netzgerät des Switches, aber keine weiteren für die Kameras.


Leitungslänge

In Netzwerken dürfen Leitungen zwischen Switchen, Routern und IP-Kameras (genauso wie auch bei Computern) eine Länge von 100 Metern nicht überschreiten. Diese beinhaltet allerdings auch schon eventuelle Patch-Kabel (Netzwerk-Verbindungs- oder Anschluss-Leitungen). Also eine Leitungslänge von 95m bis zu einer Netzwerk-Dose und dann noch ein 20m Patchkabel anschließen geht nicht. Praktischerweise gilt genau dieselbe Begrenzung für die Spannungsversorgung PoE. Somit brauchen wir uns nur über eine Länge Gedanken zu machen.

 Überschreiten Sie nicht die maximale Leitungslänge von 100m 


Grundlagen der IP-Adressierung 

Nun wollen Sie ihren IP-Kameras ja IP-Adressen zuordnen, die dann auch erreichbar sind. Hiervor haben viele Angst - aber schauen wir doch mal, ob das wirklich so schwierig ist.

Die Subnetzmaske

In 99,9% aller Heim-Netzwerke finden wir die gute alte Subnetzmaske 255.255.255.0 - aber was bedeutet das eigentlich? Das ist eigentlich ganz einfach. Maske kommt ja von maskieren - 255 ist der höchste Wert, den man bei IP-Adressen verwenden kann und somit sind die ersten drei Blöcke der IP-Adressen maskiert und dem Netzwerk zugeordnet. Ohne hier nun in die Tiefen von Raketentechniken abtauchen zu wollen - was bedeutet das für uns in der Praxis? Alle Geräte, die sich gegenseitig auf einem solchen Netzwerk erreichen können wollen, müssen in den ersten drei Blöcken der IP-Adresse genau gleich sein.

Die ersten drei der vier IP-Adressen-Blöcke müssen gleich sein 

Beispiel 1) Fritzbox - die ersten drei Blöcke der IP-Adresse sind immer gleich

Grundlagen IP-Adressierung Fritzbox

Beispiel 2) Andere Router - die ersten drei Blöcke der IP-Adresse sind immer gleich

Grundlagen Subnetzmaske