Mobotix Gesichtserkennung und personenbezogene Daten mit M73

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  • #22224
    Holm
    Teilnehmer

    Hallo Herr Vanselow,

    wir haben derzeit eine serverbasierte Lösung zur Gesichtserkennung. Dies ist zukünftig aus zweierlei Gründen nicht erwünscht.

    A) Wir benötigen Funktionen direkt auf der Kamera. Aus Gründen des Datenschutzes dürfen personenbezogene Daten nicht über das Netzwerk gesendet werden

    B) Der genutzte Server ist nicht wirklich alt und schwach. Trotzdem kommen wir mit 25 Kameras und den gewünschten Funktionen bereits an die Grenzen.

    Kann das dezentrale Konzept in Kombination mit der neuen M73 von Mobotix die Anforderungen lösen?

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       über den Autor

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    Autor: Torben Vanselow
    Inhaber CamTelligence e.K. - IP-Video & Mobotix seit 2003. War zuvor u.a. tätig bei Mobotix AG, Prosegur GmbH, Ideal CCTV LTD (Schottland) u.a. in Position / Verantwortung: Projektkoordinator Videoüberwachung (VÜA), Hauptverantwortliche Fachkraft VÜA (BHE), Fachplaner VÜA (BHE) jeweils deutschlandweit. Referent für technische Seminare VÜA und BDM VÜA Deutschland-Mitte. Geschäftsführer.

    #22232
    Torben Vanselow
    Verwalter

    Hallo Holm,

    schön Dich wieder-zu-lesen!

    Deine beiden Fragen passen so exakt auf die M73, dass ich Deinen Beitrag schon beinahe zu Werbezwecken gebrauchen möchte 🙂

    Ich habe ein App-Demo für die M73 gesehen, bei welchem nur der sogenannte „Fingerprint“ des Gesichts über das Netzwerk übermittelt wird (verschlüsselt).

    Dieser Fingerprint ist eine Gruppe von Biometrischen Merkmalen rund um Augenbrauen, Nase, Mund und manchmal Ohren.

    Dieser Fingerprint kann z.B. auf einem Zentralen Server mit einer Datenbank abgeglichen werden. In Dieser Datenbank sind nur Personenbezogene Daten mit berechtigtem Interesse hinterlegt. Dies könnten z.B. Passagiere mit Einreiseverbot, Kunden mit Hausverbot wegen Diebstahl. oder die eigenen Daten eines Hausbesitzers sein.

    Nicht eingetragene Fingerprint-Datensätze werden nicht gespeichert und lösen keine Aktionen aus. 

    Tatsächliche Bilder müssen die Kamera nie verlassen oder gespeichert werden.

    Jede Kamera bringt ihre eigenen Systemressourcen mit (vor allem die Software und Computing-Power). Der zentrale Server stirbt maximal an langer Weile. Denn der Anteil der Rechenleistung an dem Abgleich mit einer Datenbank ist im Vergleich zu den Aufgaben der Kamera zu vernachlässigen.

    Dies ist aber nur eine Anwendung von Vielen. Dieses Forum wird sich in den kommenden Wochen und Monaten noch füllen. Wir erhalten unsere ersten M73 Kameras und App-Bundles gegen ende November.

    Disclaimer:

    Biometrische Daten selbst (also nur der Fingerprint) werden wohl von Datenschutzbeauftragten häufig als besondere personenbezogene Daten eingestuft werden. Solche Daten werden in den meisten Fällen eine Opt-In-Zustimmung der betroffenen Personen benötigen.

    Ab wann genau diese Daten als „erhoben“ gelten und ob nur bei der Speicherung, oder auch schon beim bloßen Erkennen, können wir hier nicht festlegen.

    Hierzu sollte eine rechtliche Beratung von rechtskompetenter Seite eingeholt werden.

    Jedoch wird in nahezu jedem Anwendungsfall Biometrischer Daten zu demonstrieren sein, dass alles unternommen wurde, um das Erheben und Vorhalten von personenbezogenen Daten auf das absolut Nötigste und zur Durchführung der Funktion dringend Benötigte zu reduzieren.

    Genau hier ist es, wo die Lösungen von Mobotix ansetzen.

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