Auflösung der 6MP Sensoren

Dieses Thema enthält 3 Antworten und 2 Teilnehmer. Es wurde zuletzt aktualisiert von  Torben Vanselow vor 3 Tagen, 3 Stunden.

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  • #21860

    janvi
    Teilnehmer

    Die in den 6MP Kameras verbauten Sony IMX178 Sensoren haben lt. Datenblatt sowohl in der Farb wie auch SW Version eine einstellbare ADC Auflösung von 10,12 und 14 bit. Bei einem Screendump in MxMC liefern auch die enstellbaren TIFF und PNG Formate aber immer nur 8 bit RGB. Insbesondere bei SW Bildern mit nur 256 Graustufen wird so eine Nachbearbeitung mit Gimp/Photoshop etc. zur partiellen Kontrastspreizung leider nicht besonders erfolgreich. Gibt es eine Möglichkeit das unkomprimierte Sensorbild mit vollem Dynamikumfang abzuspeichern ?

     

    #21865

    Torben Vanselow
    Keymaster

    Hallo Janvi,

    ich bin gerade unterwegs und kann nicht nachschauen … aber weder die von Dir genannten Bit-Tiefen, noch die Formate resonieren mit mir.

    Meiner Meinung nach exportiert MxMC niemals in nur 8 BIT und Verwendet in der Standardeinstellung JPG, unabhängig vom Komprimierungsverfahren (MXPEG oder MJPG).

    Moment – Screendump? Also Screenshot / Bildschirmfoto-Funktion vom Betriebssystem? Die auf keinen Fall verwenden! In der Live-Bild-Anzeige des MxMC werden doch skalierte Bilder Angezeigt, welche „grob“ auf die Bildschirmgröße skaliert werden.

    Bitte nutze die eingebaute Snapshot-Funktion des MxMC. Klicke hierzu das Foto-Apparat-Symbol.

    Das Ziel, an welchem die Bilder abgelegt werden, lässt sich unter MxMc > Datei > Einstellungen > Schnappschuss-Bilder anpassen.

    P.S. jetzt gibt es natürlich noch eine Menge (!) weitere Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich Bild-Qualität auf der Kamera

     

    #21879

    janvi
    Teilnehmer

    Ja, ich meine MxMC Schnappschuss zumindest in der aktuellen Version 2.1.0 kann man in Datei->Einstellungen->Schnappschuss->Bildeinstellungen neben dem Zielpfad auch zwischen den Formaten jpg, png, bmp und tif wählen. Bis auf bmp habe ich alle probiert. Soweit ich weis ist

    1) jpg nur mit 8 bit üblich wenngleich es eine 12 bit Variante gibt die aber kaum jemand kennt und die es vermutlich nur in quelloffenen Bibliotheken gibt

    2) png ist mit mehr als 8 bit üblich weshalb ich das auch probiert habe

    3) bmp arbeitet mit indizierten Farben bis zu 32 bit

    4) tiff hat eine wahnsinnige Funktionsvielfalt und kann 32 bit pro Farbkomponente (YCMK)

    Mindestens für jpg und png weis ich dass es schwarzweis Formate gibt welche entsprechend kleinere Dateien machen und dabei noch höhere Auflösungen gegenüber RGB erlauben. Diese kann ich in den Dateien bislang nicht feststellen obwohl das für eine Nacht Kamera Sinn machen würde. Da sowohl mjpeg als auch mxpeg auf dem jpg Format basieren fürchte ich daß schon in der Kamera nur 8 bit Farbtiefen weitergegeben werden. Ein Verdacht hierzu liefert das in der Kamera  (Setup->Belichtungseinstellungen->Belichtungssteuerung->FensterEinblenden) darstellbare Histogramm. Es ist bei mir auch immer nur mit 0-255 skaliert. Ich nutze Mxpeg für MxMC und zusätzlich H264 über Onvif für eine Bildverarbeitung mit 1080×720 Pixel. Aufzeichnen tut die Kamera 6MP (Vollbildauzeichnung=an) weshalb die 3072×2048 Pixel auch wie erwartet in MxMC erscheinen. Die vermuteten 8 bit Tiefe sehe ich immer nur an deren Qualitätsauswirkungen wenn ich das Bild mit Gimp öffne. Alle Bilder (auch sw) werden immer als 8 bit RGB geladen und Farben->Information->Histogramm ist dort wie im Histogramm der Kamera mit 255 skaliert. Die Anzahl der geladenen Pixel zeigt Gimp mit 6291456 hingegen identisch zum Sensor an. Nach einem Update auf Gimp2.10.0 gibt es unter Bearbeiten>Einstellungen>Farbverwaltung>Regeln die Möglichkeit zu wählen ob das in der zu öffnenden Datei eingebette Farbprofil beibehalten oder in das in Gimp eingestellte Farbprofil konvertiert werden soll. Ich hoffe deshalb daß Gimp seriös ist und korrekt anzeigt. Andere Möglichkeiten (von Adobe?) habe ich leider nicht aber man sollte rauszukriegen können in welchem Fall wieviel von der Kamera nach aussen gegeben wird. Mehr als 8 bit sind sowieso nicht sichtbar wenngleich auch einige Orthopäden mit viel Übung in Röntgenbildern etwas anderes behaupten. Für die forensische Arbeit mit schlecht belichteten Bildausschnitten könnte man da aber viel machen. 14 bit vom Sensor sind immerhin 16384 Graustufenwerte von welchen man nur 255 zu sehen kriegt. Wenngleich die Belichtungssteuerung in der Kamera diejenigen Werte die es es für passend hält in einen 8 bit Raum hineinschiebt, wird der Rest der Graufstufen irgendwo wegkomprimiert. AllgemeineBildeinstellungen>Bildqualität habe ich in der Kamera schon auf „hoch“.

    #21882

    Torben Vanselow
    Keymaster

    Hallo Janvi,

    ich habe keine Grafik-Software, die mir die Bit-Tiefe vor oder nach Komprimierung in Bildformaten anzeigt. Diese Info hatte ich bisher auch noch nie benötigt.

    Windows zeigt mir beim Screenshot in JPG (voreingestellt in MxMC) 24 Bit an:

    … jedoch wissen wir wohl beide, dass dies eher weniger auf die originalen Sensordaten zurückzuführen ist.

    Bei einer Sicherheitskamera wäre es außerordentlich ungewöhnlich, sehr hohe Datenraten zu erzeugen. Hier werden keine Urlaubsfotos geschossen, noch Hollywood-Filme gedreht. Hier werden dauerhaft und über lange Zeiträume, hochauflösende Streame übers Netzwerk transferiert und auch gespeichert / vorgehalten.

    Natürlich greifen hier diverse Algorithmen, vor und während der Komprimierung. Wir nutzen das verarbeitete Video auf Applikationsebene – ein möglicher Zugriff auf Bilddaten in der Systemebene ist mir nicht bekannt.

    No offence meant – aber ich glaube dieses Thema driftet in eine sehr theoretische Richtung ab. Das wäre eher etwas für die Entwickler bei Mobotix bei einem Tässchen Kaffee 😉

    Die richtige Herangehensweise, in der Praxis, ist meiner Meinung nach nicht eine digitale „Trick“-Nachbearbeitung von Bildern mit Photoshop oder Gimp…

    … sondern eine korrekte Konfiguration der Belichtungseinstellungen und der Sicherstellung einer homogenen Ausleuchtung. Bisher sprachen wir nur über Komprimierungseinstellungen – da sind „Hopfen und Malz“ ja bereits verloren.

    In den Belichtungseinstellungen lässt sich einiges mehr machen.

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